| Termin: | 01.03.2012 - 05.03.2012 - 5 Tage |
| Preis ab: | 1095 € |
| Abfahrtsort: | |
| Zustieg: | bis 25km zum Zusteigeort inkl. |
„Ewige Stadt“ heißt Rom seit der „Kaiserzeit“, die mit Augustus um die Zeitenwende begann. Der Dichter Vergil beschreibt damals in seinem Epos „Aeneis“ die Vorgeschichte und Bedeutung von „Caput mundi“, der Hauptstadt der Welt, die „ewig“ ist nach einer Prophezeiung Jupiters, der ihr ein „imperium sine fine“, eine Herrschaft ohne zeitliche und geografische Begrenzung geweissagt hatte. Bis ins 4. Jh. n. Chr. sprechen Dichter und Geschichtsschreiber noch vom niemals untergehenden Rom: „virtus“ (Kraft, Tugend) und „fortuna“ (Glück) hätten bei der Gründung einen Bund ewigen Friedens geschlossen, der garantiert, dass Rom bestehen wird, solange Menschen leben.
Die größte Stadt Italiens mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern an den Ufern des Flusses Tiber ist von der Antike bis heute eine „ewige“ Metropole geblieben. Rom ist Hauptsstadt Italiens, Sitz des Malteserordens (ein eigenständiges, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt), und innerhalb der Stadt liegt die Enklave der unabhängigen Vatikanstadt. Rom ist eine dreifache Hauptstadt.
Nach der Gründungssage waren die Zwillingsbrüder Romulus und Remus, Söhne des Kriegsgottes Mars und einer vestalischen Jungfrau, auf dem Tiber ausgesetzt worden. Sie wurden von einer Wölfin gesäugt und von Hirten aufgezogen. Romulus tötete seinen Bruder Remus und gründete 753 v. Chr. die Stadt. (Archäologische Funde beweisen Ansiedlungen seit 1.000 v. Chr.). Heute sind die gesamte Altstadt, der Petersdom und die Vatikanstadt Welterbe der UNESCO.
Zu der Zeit, als Julius Cäsar 44 v. Chr. ermordet wurde, war Rom schon eine Millionenstadt und das Forum Romanum musste erweitert werden. Es gab bereits Aquädukte und Abwassersysteme, ein gut ausgebautes Straßennetz und eine Feuerwehr mit Polizeibefugnissen. Der große Brand unter Nero war eine Katastrophe für die Stadt, aber danach wurden noch gewaltigere Baudenkmäler geschaffen, wie das Kolosseum und ein Teil der Kaiserforen. Caracalla und Diokletian bauten riesige Thermenanlagen, die sogar Bibliotheken einschlossen. Ein Gigantismus breitete sich in der Bautätigkeit der Kaiser aus.
Auf unserer Intensiv-Reise wollen wir in dieser Stadt, die seit mehr als zwei Jahrtausenden zu den wichtigsten Kulturzentren der Welt zählt, möglichst viel aus den drei denkwürdigen Epochen Antike – Renaissance – Barock erleben.
Reiseleitung: Hanskarl Kölsch, München
1. Tag: Anreise
Im Laufe des Vormittags Flug ab Frankfurt und München nach Rom, Bustransfer zum Hotel. Bereits auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel können wir eine der sieben Pilgerkirchen besichtigen: Sao Paolo fuori le Mura.
Das als Hotel ausgebaute traditionelle „Domus Carmelitana“ liegt wenige Minuten zwischen Petersplatz und Engelsburg. Die besondere Note des Hauses und die mit angenehmen Komfort ausgestatteten Zimmer gewährleisten einen angenehmen Aufenthalt. Von der Dachterrasse bietet sich uns ein Blick über die ewige Stadt. Durch die günstige Lage des Hotels sind unsere Besichtigungen optimal mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn und Busse) und sogar zu Fuß zu erreichen.
Den Verlauf unserer Besichtigungen besprechen wir aktuell mit unserem örtlichen Stadtführer, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, Öffnungszeiten, und natürlich auch „unserer Kondition“.
2. bis 4. Tag:
Das Kolosseum ist ein Wahrzeichen der Stadt und zugleich ein Zeugnis für die hochstehende Baukunst der alten Römer. Nach dem Sturz Neros ließ sein Nachfolger Vespasian auf dem Gelände von Neros Palastgärten innerhalb weniger Jahre ein Amphitheater errichten, das alle bisherigen Arenen übertreffen sollte: es ist der größte geschlossene Bau der römischen Antike überhaupt. Finanziert wurde er aus der Beute der Eroberung Jerusalems mit dem Goldschatz des Tempels im Jahre 70 n. Chr. Das Kolosseum ist nicht nur eine architektonische, sondern auch eine logistische Meisterleistung. Durch über 80 Eingänge konnten die Zuschauer in die Arena strömen, und das ausgeklügelte Eingangssystem mit seinen zahlreichen Treppen und umlaufenden Korridoren ist noch heute bei Stadionbauten gebräuchlich. Innerhalb von 15 Minuten konnte das Kolosseum mit 50.000 Zuschauern gefüllt und in nur fünf Minuten auch wieder entleert werden. Auf dem Obergeschoss waren Mastbäume befestigt, an denen ein riesiges, Schatten spendendes Sonnensegel aufgezogen werden konnte. Der Holzboden der Arena ließ sich nach Bedarf entfernen; dann wurde der Unterraum geflutet, um Seeschlachten aufzuführen. In den Untergeschossen befanden sich auch Kerker für die zum Tod Verurteilten, mit einem unterirdischen Zugang von der benachbarten Gladiatorenkaserne, Käfige für wilde Tiere und die Einrichtungen der höchst komplizierten Bühnenmaschinerie wie Falltüren, Rampen und Aufzügen. Ein komplexes System von Flaschenzügen ermöglichte die Errichtung von aufwändigen Dekorationen und Bühnenbildern, sodass sich innerhalb weniger Minuten eine komplette Wald- oder eine Wüstenlandschaft aus dem Boden erheben konnte. Als Arena war das Kolosseum über 400 Jahre lang in Betrieb, vor allem mit Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen mit Kämpfen zwischen exotischen Tieren.
Der Konstantinsbogen überspannt direkt neben dem Kolosseum die Via Triumphalis und verbindet sie mit der Via Sacra. Dies war der Weg aller Triumphatoren, wenn sie vom Circus Maximus kommend den Palatin umrundeten, um dann über das Forum zum Kapitol zu gelangen. Die krönende Quadriga wurde beim Einfall der Westgoten unter Alarich 410 zerstört. Im Mittelalter wurde der Triumphbogen zusammen mit dem Kolosseum in die Stadtbefestigungsanlagen integriert. Er ist der größte der Drei im antiken Viertel um das Forum Romanum erhaltenen Triumphbögen und unterscheidet sich vor allem durch die prächtigen Reliefs und die kannelierten korinthischen Säulen, die aus älteren Denkmälern und Gebäuden stammen.
Das Forum Romanum spiegelt die gesamte römische Geschichte. Schon im 6. Jh. v. Chr. gab es hier Siedlungen und Begräbnisstätten, aber erst durch den Bau der „Cloaca Maxima“ konnte das sumpfige Gebiet ausgetrocknet werden. Nachdem der Sitz des Senats und die Curie erbaut waren, wurde hier die Weltpolitik entschieden. Augustus stattete das Forum mit Marmor zu einem prunkvollen Areal aus, der mit der Akropolis von Athen vergleichbar sein sollte. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches war das Forum Romanum eine Kuhweide, und in der Renaissance wurden die Bauwerke als Steinbruch genutzt - unter anderem auch für den Petersdom. Erst um 1900 begannen dann mit dem wiedererwachten Interesse an der Antike erste Ausgrabungen.
Die Piazza del Popolo (Volksplatz) ist einer der berühmtesten Plätze der Stadt. Er wird von mehreren Kirchen begrenzt und in der Mitte steht der zweitgrößte ägyptische Obelisk von Rom. Im Osten schmiegt sich die Piazza an den Hügel Pincio mit der berühmten Villa Borghese und ihrem wunderbaren Park. Von diesem „Dreizack“ aus führen drei Hauptstraßen in die Stadtmitte: auf der berühmten Via del Corso wurden zur Karnevalszeit halbwilde Araber-Pferde bis zur Piazza Venezia gejagt. Die zweite, Via di Ripetta, wurde von Raffael und Sangallo angelegt und führt zum Tiberhafen. Die dritte, Via del Babuino, verbindet die Piazza – vorbei an der Spanischen Treppe – mit Santa Maria Maggiore. Wir werden die Piazza immer im Blick haben.
Das Pantheon war ein allen (Haupt-)Göttern geweihtes Heiligtum, diente aber den Kaisern auch als Audienz- und Gerichtsraum. Kaiser Hadrian ließ es als Teil seines Kaiserforums errichten und - gemessen am Innendurchmesser - war es für länger als 1600 Jahre die größte Kuppel der Welt. Die Kugelkuppel mit ihrer zentralen Öffnung zu den Gestirnen sowie die der Zahl der Altarnischen, die den „Gestirngöttern“ Sol, Luna, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn entspricht, deutet auf die Ursprungskonzeption eines Gestirntempels. Das Hauptgebäude ist im Inneren ebenso breit wie hoch, und so berührt die Kuppel – als vollständige Kugel gedacht – genau den Boden. Die gewaltige, ursprünglich vergoldete Kuppel ist durch Kassetten verstärkt, der Schlussstein hat eine neun Meter große Öffnung, die als einzige Lichtquelle dient.
Das Gebäude gehört zu den am vollständigsten erhaltenen Bauten der römischen Antike und wurde zum Prototyp für zahllose Kuppelbauten von der Renaissance bis ins 19. Jh. Die Kuppel des Petersdoms, Schinkels Altes Museum in Berlin und das Kapitol in Washington basieren auf der Architektur des Pantheons. Hier sind Raffael und alle italienischen Könige außer Umberto II. begraben.
Die Engelsburg wurde als Mausoleum errichtet und sieben Kaiser sind darin bestattet: von dem Erbauer Hadrian bis Caracalla. Als um 600 in Rom die Pest wütete, soll Papst Gregor I. über dem Grabmal die Erscheinung des Erzengels Michael gesehen haben, der ihm das Ende der Pest verkündete, indem er das Schwert des göttlichen Zorns in die Scheide steckte. Da die Pest wirklich zu Ende ging, erinnert heute noch die Statue des Engels auf der Spitze des Gebäudes – wie der Name der Burg – an diese Episode. Der festungsartige Bau ist mit dem Vatikan durch einen 800 m langen geheimen Gang verbunden, durch den die Päpste während der verschiedenen Eroberungen von Karl V. bis Napoleon Zuflucht suchten. Dazwischen diente die Engelsburg als Gefängnis und Folterkammer der Inquisition; auch Giordano Bruno und Galilei wurden hier „verhört“.
Der Petersplatz ist einer der schönsten und ausgedehntesten Plätze der Welt. Das Meisterwerk Berninis wird von fast 300 Säulen in vierfachen Kolonnadenreihen eingefasst. In der Mitte erhebt sich der Obelisk aus dem ägyptischen Heliopolis.
Der Platz wird gekrönt von der Peterskirche, dem Meisterwerk der italienischen Renaissance- und Barockbaukunst. Sie wurde nach Plänen Michelangelos gebaut.
und wird überwölbt mit ihrer berühmten, von Pfeilern getragen Kuppel. Von hier aus ist der Rundblick über die Stadt überwältigend.
Vatikanische Museen
Eine intensive Besichtigung gilt den unerschöpflichen Vatikanischen Museen mit den Sälen Raffaels, Leonardo da Vincis, Tizians ... Außerdem besuchen wir die Stanzen und Loggien Raffaels und die Sixtinische Kapelle mit Michelangelos Jüngstem Gericht und dem Deckenfresko, einem Höhepunkt der Renaissance. Im Hof des Belvedere erleben wir die berühmten antiken Meisterwerke Apoll von Belvedere und die Laokoon-Gruppe.
Unser Rundgang durch die „Ewige Stadt“ führt uns auch zu den Kirchen Santa Maria Maggiore, der bedeutendsten Marienkirche Roms mit einer dreibogigen Loggia und herrlichen Mosaiken im Chor, und zu San Pietro in Vincoli mit der berühmten Mosesstatue von Michelangelo.
Die Lateranbasilika ist als die älteste der großen Basiliken der Stadt die eigentliche päpstliche Kathedrale. Ihr Kreuzgang bezaubert mit seinen gewundenen Säulen und Mosaikinkrustationen. Gegenüber der Kirche sehen wir die 28 Marmorstufen der Scala Sancta (Heilige Treppe), über die der Überlieferung zufolge Christus in den Palast des Pilatus geschritten ist. Der Obelisk auf der Piazza vor der Laterankirche ist der größte und älteste bekannte Obelisk Roms. Er wurde im 15. Jh. v.Chr. für den ägyptischen Pharao Thutmosis III. geschaffen und unter Kaiser Constantin II. auf einem eigens konstruierten Schiff nach Rom gebracht. Sao Paolo fuori de Mura (Sankt Paul vor den Mauern) ist eine der sieben Pilgerkirchen von Rom. Die erste Basilika erbaute Kaiser Konstantin um 324 über dem Grab des Apostels Paulus, der als römischer Bürger um 67 n. Chr. außerhalb der Stadtmauern (fuori le Mura) enthauptet wurde. Die Kreuzgänge der Lateranbasilika und Sao Paolo mit den herrlichen kleinen Säulen gehören zu den schönsten und stimmungsvollsten Orten in Rom
An einem der Abende laden wir Sie zu einem gemeinsamen Abendessen in einer Trattoria in Hotelnähe ein.
5. Tag: Rückreise
Falls unser Rückflug am späten Nachmittag stattfindet, haben wir noch Gelegenheit zur Besichtigung der Etrusker im Museo Nazionale Villa Giulia. Hier steht der berühmte etruskische Sarkophag des "Liebenden Ehepaars", und hier kann man wie nirgends sonst die großartige Goldschmiedekunst und Bronzeverarbeitung des geheimnisvollen Volkes aus Etrurien (einer Region nördlich von Rom) bewundern. In der vorrepublikanischen Zeit waren die Etrusker ein hochentwickeltes Volk, dem die Römer viel verdanken. Fünf der ersten sieben Könige Roms waren Etrusker. Auch der legendäre Stadtgründer Romulus trägt nach neuen Grabfunden einen etruskischen Namen.
Dann werden wir zum Flughafen gebracht.
Programmänderungen vorbehalten.
Hinweis:
Seit dem 01.01.2011 ist in allen Hotels in Rom eine zusätzliche Kurtaxe zu entrichten. Dies wurde vom Stadtrat in Rom für die Nutzung der touristischen Serviceleistungen festgelegt.
Die Kosten betragen pro Nacht und pro Person € 4,-- und müssen direkt vor Ort im Hotel vom Kunden entrichtet werden.
Teilnehmerzahl
Mind. 16 Personen
Max. 25 Personen
Vorgesehenes Hotel
Gästehaus Domus Carmelitana
Reisepapiere
Personalausweis oder Reisepass
Voraussichtliche Flugzeiten
Ab München:
01.03.12 LH 1844 ab München um 11.35 Uhr, an Rom 13.10 Uhr
05.03.12 LH 1847 ab Rom um 17.25 Uhr, an München 19.00 Uhr
Ab Frankfurt:
01.03.12 LH 232 ab Frankfurt um 11.00 Uhr, an Rom 12.45 Uhr
05.03.12 LH 237 ab Rom um 18.15 Uhr, an Frankfurt 20.15 Uhr
Flugpreisgarantie bis 90 Tage vor Reisebeginn – buchen Sie deshalb rechtzeitig!
Haustürabholung
Im Reisepreis ist die Haustürabholung und Fahrt mit dem Taxi (Hin- und Rückreise) bis 25 km zum nächstgelegenen Zusteigeort inklusive.
Die Abfahrtsorte dieser Reise finden Sie im Menü Reiseinfos sowie im Buchungsformular.
Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer Reiserücktrittskosten-, Reisekranken- und Reisegepäckversicherung, soweit diese von Ihnen noch nicht abgeschlossen wurden.
| Aufpreis Einzelzimmer | 180 € | |
| PALATINA Card-Rabatt | -60 € | |
| pro Person | ||